Orthopädisches
Gesundheitshaus
Buxtehude/Hedendorf
Orthopädische Praxis
Michael Düsmann
 

Gelenk-Knorpel-Schutztherapie (Hyaluronsäuretherapie)

 
Die Therapie mit Hyaluronsäure umfasst eine 5malige Injektion, beispielsweise für das Kniegelenk in wöchentlichen oder 14tägigen Abständen. Die Hyaluronsäure ist eine künstlich hergestellte fermentative Säure, die von den Zusammensetzungen der Synovialflüssigkeit (Gelenkflüssigkeit) von Gelenken entspricht.
 
Knorpelgewebe wird genau wie Knochengewebe ständig auf- und abgebaut. Das Knorpelgewebe ist in zunehmendem Alter mehr Druckprozessen ausgesetzt und kann die Funktion von schwammartigem Aufnehmen von Flüssigkeiten nicht mehr so gewährleisten wie in der Jugend. Zusätzlich können die Belastungen der Gelenke durch Achsenverschiebungen ebenfalls zu einem erhöhten Knorpelverschleiß führen.
Knorpel ist ein Gewebe, welches nicht durchblutet wird, sondern nur durch die Gelenkflüssigkeit sich ernähren kann und dadurch morgens an Intensität und Höhe zu- und abends abnimmt. Bei Einstellen der Pufferfunktion des Knorpels kann dieser nicht ausreichend regenerieren. Die Folge ist eine zunehmende Höhenminderung des Knorpels bis letztendlich eine ausgeprägte Arthrose der entsprechenden Gelenke eintritt.

Der Knorpel überzieht bei den Gelenken den Knochen schützend als Polster. Bei Verschmälerung kommt es zu Knochenhautreizungen und Entzündungen sowie Wasseransammlungen in den Gelenken, welches zum Teil sehr schmerzhaft sein kann.Die sich dann bildenden Arthrosen sind typische Verschleißerscheinungen der Gelenke und gehören zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten.

Auch Übergewicht, Nikotinabusus, Bewegungsmangel, Mangelernährung, Überbelastung, Fehlbelastung, Rheuma sowie klassische Fehlhaltungen führen zu einem erhöhten und schnellen Abbauprozess des Knorpels in den Gelenken.

Der Knorpel besitzt zusätzlich eine Schutzschicht (Hyaluronsäure), die Belastungen vom Knorpel abpuffern soll. Biomechanisch und biochemische Ursachen führen zu einer Beschädigung der hyaluronsäurehaltigen Schutzschicht und dementsprechend der Knorpeloberfläche. Hierbei bekommt der Knorpel Risse und wird rau. Die Folgen sind Entzündungen des Knorpels und des Gelenkes. Hier kann es zu massiven Schwellungen und Schmerzen der Gelenke kommen.

Die Hyaluronsäure-Injektions-Therapie führt zu einer erneuten Pufferung der rissigen Knorpelanteile, die in Form von Faserregeneraten wieder eine Art Bindegewebsbrücke bilden. Somit entsteht eine Faserausheilung des rissigen Knorpels. Die Therapie umfasst je nach Gelenk eine drei bis fünfmalige Injektion mit Hyaluronsäure in wöchentlichen oder 14 tägigen Abständen. Eine Wiederholung der Injektionen sollte ca. alle 8 Monate erfolgen, da sich die Hyaluronsäure dann wieder abgebaut hat. Die benutzte Hyaluronsäure ist künstlich fermentativ hergestellt. Diese ist quervernetzt, so dass es hier höher- und niedermolokulare Hyaluronsäuren gibt. Die am besten vertragene Hyaluronsäure ist die Mittelmolekulare.

Die Therapie der Hyaluronsäure ist bei einem Knorpelschaden bis max. Anfang 4. Grades durchführbar. Wenn bereits eine Knochenglatze entstanden ist, kann man keine Hyaluronsäure mehr einspritzen. Diese ist dann nicht mehr sinnvoll. In diesem Fall sollte über eine operative Versorgung (künstliches Gelenkimplantat) nachgedacht werden.

Eine Behandlung mit Hyaluronsäure ist von den gesetzlichen Krankenkassen nicht gedeckelt und gilt als sog. Privattherapie (IGeL).